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Lebenshilfe muss zwei neue Bauvorhaben stemmen

am . Veröffentlicht in Aktuelles

Die Mitgliederversammlung 2017 zeigte eine Vielzahl an Aktivitäten auf.

Foto: Der Vorstand der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann; von links Rosi Klein (ausgeschieden), 1. Vorsitzende Nicole Dünchheim, stellv. Vorsitzender Stephan Brune, Barbara Scheenaard (neu gewählt), Elke Klingbeil.

Die Mitglieder der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann mussten zur diesjährigen Mitgliederversammlung im Kreishaus Mettmann viel Zeit mitbringen, gab es doch eine Menge zu berichten. Thema zu Beginn waren die Problematik, Stolpersteine und Mängel des neuen Bundesteilhabe- und Pflegestärkungsgesetzes, die von Rechtsanwalt Christoph Esser anschaulich und ausführlich erläutert wurden. Die 26 Artikel verändern viele Sozialgesetze. „Die Gesetze stellen uns vor neue Herausforderungen, wir stehen dabei unseren Bewohnern assistierend bis zum Lebensende zur Seite“, erklärte die 1. Vorsitzende Nicole Dünchheim. Die Inhalte des Vortrags finden Sie hier.

In ihrem Jahresbericht hat sie zahlreiche Aktivitäten angesprochen. In einer Klausurtagung wurde eine verbesserte Kommunikation innerhalb der Mitarbeiter des Leitungsteams herausgearbeitet, die in Bezug auf ein enges funktionierendes Netzwerk, fachlichen Austausch, Fortbildungen und gegenseitige Unterstützung der Einrichtungen bereits Früchte trägt. Für die offenen Hilfen wie Frühförderung und Familienunterstützender Dienst und das Miteinander von Betreutem und stationärem Wohnen findet nun ein intensiver Austausch statt. Die Lebenshilfe beschäftigt rund 200 hauptamtliche Mitarbeiter und bildet elf junge Menschen als Heilerziehungspfleger oder in der Hauswirtschaft aus. „Eine erfolgreiche Personalbindung und geringe Fluktuation durch Wertschätzung und Eigenverantwortung sind Ausdruck zufriedener Mitarbeiter. Wir haben außerdem ein betriebliches Gesundheitsmanagement und eine Intranet-Plattform für Mitarbeiter zum gegenseitigen Austausch eingeführt“, beschreibt Dünchheim einige Neuerungen. Bei Sitzungen gebe es jetzt Obst statt Süßem, und ein Schrittwettbewerb solle „Bewegung“ unterstützen, wofür 119 Mitarbeiter einen Schrittzähler erhalten. Außerdem  habe man Bewohner und Angehörige darüber befragt, was verbessert werden kann.

Die Jahresrechnung 2016 stellte Vorstandsmitglied Stephan Brune vor. Dabei hob er hervor, dass die Lebenshilfe auf soliden finanziellen Füßen steht. „Wir brauchen diese Qualität, um für die zukünftigen Aufgaben gewappnet zu sein.“ Die Gesamtleistung 2016 lag mit insgesamt 9,5 Mio. € leicht über denen des Vorjahres. Größtes Problem seit Jahren ist die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen Personalkostenerhöhungen und der Erhöhung der Leistungsentgelte. Dies kann nur durch Reduzierung der Sachaufwendungen aufgefangen werden. Laut. Brune „ist dies gelungen, ohne die Qualität der Dienstleistungen für unsere Bewohner und Nutzer einzuschränken. Diese hat höchste Priorität.“ Das Jahresergebnis 2016 war wie in den Vorjahren auch leicht positiv. Die Prüfung der Jahresrechnung und die Kassenprüfungen führten zu keinen Beanstandungen. Als Kassenprüfer scheidet Joachim Schulz-Hönerlage nach sieben Jahren aus, als Nachfolger wurde Johannes Ludwig gewählt, Lisa Aschenbroich bleibt im Amt.

Auch im Vorstand gibt es eine Änderung. Rosi Klein gibt ihr Amt nach 12 Jahren aus gesundheitlichen Gründen ab, zur Nachfolgerin wurde Barbara Scheenaard gewählt. „Mit Frau Klein hatten wir zwölf spannende und arbeitsreiche Jahre mit viel Herzblut“, bedankte sich Dünchheim. Das neue Vorstandsmitglied sei ebenfalls als betroffenes Elternteil ein Sprachrohr für die behinderten Menschen.

Spannend wurde auch die Vorstellung der neuen Bauprojekte durch den kaufmännischen Geschäftsführer der Lebenshilfe, Marius Bartos. „Das neue Haus an der Alte Ziegelei in Velbert unweit des bestehenden Wohnheims bietet Platz für die Seniorengruppe, 14 stationär betreute Bewohner in Einzelzimmern und sieben Wohnungen mit neun Plätzen im Betreuten Wohnen. Die Bauanträge dafür sind bereits abgegeben.“ Vor wenigen Tagen habe man auch den Grundstückskaufvertrag für ein neues Haus in Langenfeld in der Gladbacher Straße unterzeichnet. Das Haus bietet Platz für eine Tagesgruppe (auch für externe Gäste)  sowie drei Wohngruppen mit insgesamt 17 Bewohnern. Im Oktober finden Gespräche über Genehmigungen statt. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt 6,4 Mio. Euro, aus eigenen Mitteln investiert die Lebenshilfe 2,0 Mio. Euro in Velbert in Langenfeld.