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Aktuelles
16.09.2019 Presseinformation

Lebenshilfe lud zur Mitgliederversammlung ein.

Ein wichtiger Meilenstein ist die dritte Stufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG).

© Jürgen Steinbrücker
Der alte und neue Vorstand und die Geschäftsführung. v.li.n.r. Uli Gaßmann, pädagogischer Geschäftsführer, Barbara Scheenaard, Wolfgang Dyck, Nicole Reinhold-Dünchheim, 1. Vorsitzende, Stephan Brune, stellv. Vorsitzender, Johannes Dirks, Marius Bartos, kaufm. Geschäftsführer. Nicht auf dem Foto: Elke Klingbeil.

Einen großen Strauß von Informationen hatte die 1. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V., Kreisvereinigung Mettmann, Nicole Dünchheim, zur diesjährigen Mitgliederversammlung mitgebracht. „Der Rechenschaftsbericht wird heute ein bisschen länger dauern, weil uns so Vieles beschäftigt hat“, kündigte sie an.

Zu Beginn gab es ein Gedenken für die Verstorbenen. Nach den üblichen Regularien ging es dann auch gleich zur Sache. Hauptthema war die Vorbereitung auf die dritte Stufe des Bundesteilhabegesetzes von 2017, die am 01.01.2020 in Kraft tritt. „Eine wesentlich Änderung ist dabei die Trennung von Fachleistungen und den existenzsichernden Leistungen (z. B. Lebensmittel oder bei Anspruch auf Grundsicherung oder Wohngeld auch die Miete), wobei Letztere künftig vom Sozialamt getragen werden“, erklärte Dünchheim.

Neue Herausforderungen kämen auf das Personal der Lebenshilfe zu, da die Befähigung von Mitarbeitern  zur „Organisation personenzentrierter Hilfen“ sicherzustellen ist. Dazu wolle man das Assistenzmodell WKS nach Willem Kleine Schaars einführen, bei dem es darum gehe, dass den Bewohnern / Nutzern Alltagsbegleiter zustehen. Dadurch könne man mehr auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse eingehen. „Unsere Lebenshilfe ist inzwischen ein moderner Dienstleister, dessen größte „Energiequelle“ und dessen größter „Erfolgsfaktor“ das Personal ist“, betonte die Vorsitzende. Die Umstellung erfordere derzeit einen größeren Verwaltungsaufwand.

Stolz und zufrieden zeige sich die Lebenshilfe mit dem neuen Wohnhaus in Velbert, das eine 100%ige Einzelzimmerquote schaffe und neben dem stationären auch das Ambulant Betreute Wohnen sowie Räumlichkeiten für die Tagesstruktur der Senioren biete. Für das neu geplante Haus in der Gladbacher Straße in Langenfeld warte man nach wie vor auf die Baugenehmigung.
Dünchheim stellte zwei neue leitende Mitarbeiter vor: Marion Maxfield ist seit April neue Leiterin des Wohnverbundes Langenfeld-Monheim, Björn Kremer hat drei Monate vorher die Leitung des kleinsten Wohnheimes in Ratingen, in dem viele Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen wohnen, mit viel Liebe übernommen.

Noch in diesem Herbst soll eine neue Internetseite installiert werden, die die Ansprüche der Barrierefreiheit erfüllt mit Vorlesefunktion und Übersetzung in leichte Sprache. Neu sei seit diesem Jahr die Kooperation mit der Lebenshilfe Bonn, deren Touristikabteilung speziell auf Urlaubsreisen für Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist und ganz professionell mehr als 80 Reisen in „aller Herren Länder“ anbietet.

Über die Finanzen des Jahres 2018 informierte anschließend mit vielen Zahlen der stellv. Vorsitzende Stephan Brune. Mit 10,2 Mio. Euro sind die Erträge gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % gestiegen. „Die Lebenshilfe ist gut aufgestellt und kann auch die zukünftigen Herausforderung stemmen“, so Brune. Die Lebenshilfe danke ihren treuen und großzügigen Spendern, die es ermöglichten, dass die Bewohner bzw. Nutzer auch weiterhin den Genuss eines vielseitigen Sport- und Freizeitangebotes kämen. Die Kassenprüfung durch Johannes Ludwig und Lisa Aschenbroich ergab keinerlei Beanstandungen. Dies gilt auch für den von der BPG Münster geprüfte Abschluss.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Beide Kassenprüfer stellten sich wieder zur Verfügung. Vier der Vorstandsmitglieder, deren Amtszeit beendet war, wurden wiedergewählt: Nicole Reinhold-Dünchheim, 1. Vorsitzende, Stephan Brune, stellv. Vorsitzender, Elke Klingbeil und Wolfgang Dyck. Weiterhin zum Vorstand gehören Barbara Scheenaard und Johannes Dirks.